Soziale Menschenrechte bei Amnesty

Webseite der Themenkoordinationsgruppe Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte der deutschen Sektion von Amnesty International

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Einführung in die WSK-Rechte

Der Sozialpakt der Vereinten Nationen, der die WSK-Rechte verbindlich festschreibt und 1976 in Kraft getreten ist, enthält u.a. die Bestimmungen über das Recht auf Gesundheit, auf Arbeit, auf Wohnen und das Recht, sich und die Familie angemessen zu ernähren. Die Staaten verpflichten sich darin, diese Rechte

1. zu respektieren
2. vor Übergriffen Dritter zu schützen und
3. nach ihren Möglichkeiten Zug um Zug zu gewährleisten.

Das bedeutet zum Beispiel für das Recht auf Nahrung: Ein Staat, der zu arm ist, um allen seinen BürgerInnen die Möglichkeit zu geben, sich zu ernähren, verstößt nicht gegen die Menschenrechte. Ein Staat hingegen, der in einer Hungersnot die knappe Nahrung nur an Mitglieder einer bestimmten Partei oder ethnischen Gruppe verteilt, verletzt das Menschenrecht auf Nahrung derer, die von der Verteilung bewusst ausgegrenzt werden. Beispiel “Recht auf Arbeit”: Das bedeutet nicht etwa, dass ein Staat allen Bürgern Arbeitsplätze verschaffen müsste – aber er muss gewährleisten, dass alle gleichermaßen und ohne Diskriminierung Zugang zum Arbeitsmarkt haben.

Eine grundlegende Einführung in die WSK-Rechte können Sie hier als PDF-Datei herunterladen: Keine Rechte 2. Klasse